VORSTAND

 

GESCHICHTE

 

DIE WURZELN DES FC WOLFACH

 

DIE ERSTEN TITEL

 

DER WIEDERBEGINN

 

KAMPF UM DEN SPORTPLATZ

 

UNSER WUNDER VON BERN

 

DIE VORSITZENDEN

Ehrenmitglied

Hans Gleich

Geboren am 10. Januar 1931, trat 1946 mit 15 Jahren in den FC 1920 Wolfach ein. 1966 erhielt Hans Gleich die Ehrennadel in Gold und im Milleniumjahr wurde er  zum Ehrenmitglied seines Vereins ernannt.

 

Hans Gleich war nicht nur aktiver Fußballer aus Leidenschaft, sondern über lange Zeit auch Jugendtrainer und Spielausschuss.

 

 

Die Wurzeln des FC 1920 Wolfach liegen

in Nagold.

Die ersten Meistertitel, die größten Erfolge und die „gute alte Wolfacher-Fußball-Zeit“:

Der sportliche Wiederbeginn des
FC Wolfach nach dem 2. Weltkrieg

Wolfachs Kampf um einen eigenen Sportplatz

Sepp Herberger,

das Wunder

von Bern und der

FC Wolfach.

Die Vorstände des
FC 1920 Wolfach seit der Gründung bis heute:

Texte: Peter Buchholz

Bildmaterial: Karl Lickert

Jeder Fußballverein, so auch der FC Wolfach lebt zu einem erheblichen Maße von seiner Tradition und Geschichte.

 

Ein großer Teil der Geschichte wiederum sind Menschen aus dem Vereinsumfeld, die Besonde­res im und für den Wolfacher Traditionsfußball­verein geleistet haben. Heute wird auch gerne der Begriff „Legenden“ geprägt! Aber was ist nun eine Legende im sportlichen Sinn.

 

Ziemlich treffend aus Sicht des FC Wolfach sind dies Personen, die etwas Bedeutendes sind oder waren, etwas einzigartiges konnten oder aber etwas für den Verein gemacht haben, was sonst keiner gemacht hat.

 

 

Diese Erwähnung und Würdigung hätten aus der Historie des Vereins sehr viele FC Mitglieder und Fußballkameraden verdient.

 

Diese wertvollen für das Leben eines Vereins nicht weg zu denkenden Menschen, werden in der heutigen schnelllebigen und hektischen Zeit leider immer weniger.

 

Deshalb sollen diese Zeilen auch ausschließlich unseren lebenden Ehrenmitgliedern und lokalen Fußballhelden, als Ansporn und „Messlatte“ für Nachfolger in der Zukunft gewidmet sein.

 

 

Lebende Geschichte

des FC 1920 Wolfach

Ehrenmitglied

Karl Lickert

Ehrenmitglied

Wolf-Dieter Metzler

Geboren am 05.September 1934, trat er 1955 in den FC 1920 Wolfach ein. Im Weltmeisterjahr 1974 erhielt der Pädagoge die Vereinsehren­nadel in Gold. 2005 wurde Wolf-Dieter Metzler zum Ehrenmitglied seines Wolfacher Fußball­clubs ernannt.

 

Davor war er Trainer mit dem besonderen Gespür für junge Talente. Außerdem war das Ehrenmitglied Jugendbetreuer und Vorstand des FC 1920 Wolfach.

 

 

Ehrenmitglied

Jürgen Müller

Geboren am 25. Juni 1960, trat er mit 9 Jahren in den FC 1920 Wolfach ein. 1995 erhielt der jahrelange Torwart der 1. Mannschaft die golde­ne Vereinsehrennadel.

 

2014 wurde Jürgen Müller für seinen Einsatz als Spieler, Jugendleiter, 1. und 2. Vereinsvorstand, sowie in seiner Funktion als Finanzvorstand zum Ehrenmitglied seines FC 1920 Wolfach ernannt.

Geboren am 05. August 1934, trat 1950 mit 16 Jahren in den FC 1920 Wolfach ein. 1966 erhielt Karl Lickert die Ehrennadel in Gold und 1997 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Karl Lickert hat mehr als sein halbes Leben dem Wolfacher Fu0ßballsport verschrieben.

 

Besonders die Jugend – und Nachwuchsarbeit lag ihm dabei am Herzen. Karl Lickert ist bis heute da, wo und wenn man ihn braucht.

 

Offiziell war er über Jahre Jugendtrainer, Jugend­betreuer und Spielausschuss.

 

 

 

 

Zahlreiche Fußballvereine wurden im frühen 20. Jahrhundert gegründet. Viele davon nach dem 1. Weltkrieg. So auch der FC 1920 Wolfach und die Nachbarvereine aus Zell am Harmersbach und Gengenbach.

 

Während der DFB (Deutscher Fußball Bund) am 28. Januar 1900 gegründet wurde, konzentrierte sich die „schönste Nebensache der Welt“ zunächst auf die Großstädte in Deutschland.

 

Die kriegsgefangenen deutschen Soldaten in den englischen Lagern hatten einst Gefallen am Sport mit dem runden Leder gefunden. So kam die neue Männerleidenschaft nach Deutschland und in die Stadt an Wolf und Kinzig.

 

Der uneingeschränkte „Motor“ der Clubgründung war Wilhelm Freithaler, der als einstiger aktiver Fußballer des FC Nagold, das erforderliche Rüstzeug für eine Vereinsgründung mitbrachte: Fußballtechnische Kenntnisse, Eignung zur Führung des neuen Vereins und zum Trainer. Der damals 23 jährige Wilhelm Freithaler arbeitete zunächst in der Schreinerei August Geiger und später in den Möbelwerken.

 

Bevor der FC 1920 Wolfach e.V. jedoch aus der Taufe gehoben wurde, hatte die Wolfacher Jugend längst die sportlichen Anregungen der Kriegsheimkehrer aufgegriffen. Auf dem „Steingrün“ und der „Insel“ rollte die runde Kugel. Das neue und beliebte Ballspiel zog die Jugend regelrecht in ihren Bann. Allen voran die Epstein-Brüder, Söhne des damaligen Bezirksamtsbeamten Epstein und ihre Freunde. Das „wilde“ Fußballteam war der sportliche Grundstock des neuen Wolfacher Vereins, der am 20.November 1920 gegründet wurde.

 

Die Initiative zur Vereinsgründung hatte Wilhelm Freithaler nach reiflicher Planung zusammen mit Max Häufle ergriffen. Etwa zwei Dutzend Interessierte, von denen kaum einer älter als 25 Jahre war, fanden sich zur Gründungsversammlung im Gasthaus „Lustiger Bruder“  (heute Blumengeschäft „Blattwerk“) ein.

 

Damals wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen, dass der neue Verein, Fußballclub Vorwärts Wolfach heißen soll.

1925/26 schloss die erste Wolfacher Juniorenmannschaft ihre Verbandsspiele mit der Gau­meister­schaft. Diese wurde am 26.Mai 1926 im „Grünen Baum“ derart gefeiert, dass der „Polizei­fritz“ der fröhlich zechenden Runde Einhalt gebot. Der Feier waren zwei Freundschaftsspiele an den Ostertagen vorausgegangen. Die damalige Wolfacher 1. Mannschaft besiegte dabei Mann­heim 08 (6:5) und kam gegen die Reserve des Freiburger Sport Clubs zu einem beachtlichen 1:1.

 

Eine neue Spielbezirkseinteilung im Sommer 1927, sollte sich als „Glückslos“ für den noch jungen FC Wolfach erweisen. Im Vergleich mit den Mannschaften aus Schiltach, Alpirsbach, Fluorn, Hardt, Waldmössingen, Hochmössingen und Lombach, sprang für die 1. Mannschaft die B-Klassen-Meister­schaft heraus. Ein Sieg und eine Niederlage in den beiden Aufstiegsspielen gegen Gosheim, erforderten ein drittes Entscheidungsspiel. Durch einen 3:0 Erfolg des richtungsweisenden Spiels in Trossingen stand der FC Wolfach als Aufsteiger in die A-Klasse fest.

 

Die Gegner der Blauweißen hießen fortan Freudenstadt, Tennenbronn, Lauterbach, Loßburg und andere. Bis 1931 wurde gegen diese Mannschaften um Meisterehren gespielt.

 

Beim Fußball-Kreisverbandstag 1933 in Triberg schlugen die Gegebenheiten der „Nationalen Gleich­schaltung der Vereine“ mit einer völlig neuen Einteilung der Fußballbezirke auch auf unseren Verein durch. Die 1. Mannschaft des FC Wolfach kam durch die Regelung, der sich alle Vereine anzupassen hatten in die Kreisklasse I. Die „neuen Gegner“ kamen fortan aus dem Raum zwischen Neustadt/Schwarzwald und Haslach im Kinzigtal. Bis 1936 konnte der FC Wolfach die Klasse halten, ehe der Abstieg in die Kreisklasse II unausweichlich wurde.

 

Die 1. Junioren des FC Wolfach brachten es dagegen 1935 ungeschlagen zu Meisterehren und auch die 2. Juniorenelf schaffte erstmals die Meisterschaft.

 

1936/37 brachte richtig „frischen Wind“ in die Segel des Wolfacher Vereinsschiffs. Die 1. Mannschaft schaffte die Gruppenmeisterschaft und als Lohn dafür den Wiederaufsteig von der Kreisklasse II in die Kreisklasse I. Zum sportlichen „Schaulaufen“ wurde auch die sommerliche Pokalrunde der frisch gekürten Meisterelf des FC Wolfach. So schlugen die Wolfacher Fußballer neben Hausach (Kreisklasse II), auch Triberg  (Kreisklasse I) und Singen 08 (Bezirksklasse I). Erst im Aufeinandertreffen gegen den 1. Freiburger FC aus der Gauklasse musste der FC Wolfach eine Niederlage einstecken und sich aus dem Pokalwettbewerb verabschieden.

 

Der fußballerischen Form der 1. Mannschaft tat dies keinen Abbruch, denn im folgenden Spieljahr sicherte sich der FC Wolfach den Kreismeistertitel I in der Gruppe Nord vor Haslach, Zell am Harmersbach, Hornberg, Schiltach, Hausach und Oberharmersbach.

 

 

 

Nur ein Jahr nach dem 2. Weltkrieg fand die Wiedergründung des heutigen FC Wolfach im Gasthaus zum „Adler“ statt.

 

Initiator war der aus dem Krieg heimgekehrte Justizbeamte Erwin Engler, der am 07.Juli 1946 den „Sportverein Wolfach“ aus der Taufe hob. Übrigens waren damals und bis 1955 auch die Fußballer aus Oberwolfach dem Wolfacher Verein angeschlossen.

 

Mit drei Mannschaften stieg der Sportverein 1946 sofort in die Verbandsrunde ein. Die Erste, die Zweite und die A-Jugend vertraten die Wolfacher Vereinsfarben. Interessant, dass damals auch die Handball – und Leichtathletikabteilung und später auch die Turnabteilung dem Sportverein Wolfach angeschlossen waren.

 

Ein eigener Turnverein war zu dieser Zeit von der Besatzungsmacht noch nicht geduldet. Die 1. Fuß­ball­mannschaft spielte in der Kreisklasse, die aus Mannschaften des südlichen badischen Schwarz­waldes, sowie aus Hausach und Schiltach bestand.

 

Am 12. Februar 1947 wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die bis dahin provi­sorische Vorstandschaft durch eine neu gewählte Vorstandschaft ersetzt. 1. Vorsitzender wurde Adolf Bächle. Im zur Seite standen Josef Schmider (2. Vorsitzender), Bernhard Schmider (Schrift­führer), Kurt Handloser (Protokollführer), Andreas Jehle (Hauptkassier), sowie Erich Kneschke, Gerhard Decker und Ernst Grieshaber als Beisitzer.

 

Dazu kam im Sommer 1947 der Anschluss der ersten Mannschaft aus organisatorischer Sicht an Offenburg. Ein sportlicher Glücksgriff, denn im Spieljahr 1947/1948 wurde Wolfach auf Anhieb Kreisklassenmeister.

 

Mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse Nord kamen die Gegner fortan aus dem Kinzigtal und dem Offenburger Hinterland. Wieder ein Jahr später wurde dem Sportverein eine Tischtennisabteilung angegliedert. Erster Leiter des Sports mit den damaligen Zelluloidbällen wurde Karl Weström. Während sich der Turnverein 1950 vom Fußballclub löste, blieb der Tischtennissport als eigene Abteilung bei den Fußballern.

 

Interessant auch die Tatsache, dass 1950 die erste Fußballstadtmeisterschaft im Wolfacher Stadion ausgetragen wurde. Bevor das innerstädtische Sportereignis mehr und mehr Freunde fand, wurde die Stadtmeisterschaft 1950 zwischen den Fußballmannschaften von Wolfach-Stadt und Wolfach-Siedlung ausgetragen.

 

 

„Toni, Toni, Fußballgott….“, wer kennt ihn nicht ,

den legendären Radiokommentar von Herbert Zimmermann

während des WM Endspiels 1954 im Berner Wankdorf Stadion?

 

 

Immer wieder hatte der Fußballclub und der TV 1866 Wolfach die Stadt an Wolf und Kinzig um die Bereitstellung eines Sportplatzes gebeten. Die Zeiten schienen sich mit den heutigen zu gleichen, denn in den Anfängen wurden die Anträge stets mit Geld – und Geländemangel abgewiesen.

Doch die Stadtväter hatten die Rechnung ohne die längst übergeschwappte „Lümmelei“  beziehungsweise „englische Krankheit“, die auch Wolfach erreicht hatte, gemacht. Der Widerstand im Wolfacher Sportvolk wuchs kontinuierlich. Die Stadtverwaltung versuchte seinerseits auf Zeit zu spielen, indem sie eine erneute Eingabe der Sportler „wohlwollend“ entgegen nahm, dann aber bis zur nächsten Sitzung vertagte.

 

„Gebt uns einen Sportplatz“, waren die Wogen der Sportler in der damaligen Kreisstadt beim initiierten „Plakatkrieg“ der Fußballer und Turner inzwischen nicht mehr zu glätten. Die „unbekannten Verfasser“ der Plakate wurden laut Chronik in zwei Fällen sogar strafverfolgt. Gleichzeitig stand die Verwaltung förmlich zwischen den Stühlen, denn Ungemach im Falle einer Sportplatzbewilligung keimte auch seitens der Landwirte auf, die damals mit einem Lebensmittelboykott drohten.

 

Vom Rathaus verkündete man dann, dass der Platzbeschaffung Schwierigkeiten seitens der Aufsichtsbehörde entgegen stünden. Der Fußballclub wollte diese Aussage und neue Hürde gegen den Sportplatz nicht auf sich beruhen lassen. Seinerseits schickten die Fußballer eine dreiköpfige Delegation, an das Karlsruher Ministerium um diese „Schwierigkeiten“ zu entkräften. Gleichzeitig schmolz aber auch auf innerstädtischer Ebene das Eis, denn einige Wolfacher Gemeinderäte zeigten sich mittlerweile aufgeschlossen und schenkten den „Sportlerwünschen“ ein offenes Ohr.

 

Der erste Wolfacher Sportplatz wurde schließlich nach fast zweijährigem Drängen am  14.Mai 1922 auf einer Wiese der heutigen Weihermatte durch  feierliche Einweihung seiner Bestimmung übergeben. Erst 31 Jahre später kam der FC Wolfach zusammen mit dem Turnverein 1866 Wolfach in den Besitz des heutigen Stadions an der Schiltacher Straße. Im Amtlichen Nachrichtenblatt vom 20. Juni 1953 stand zu lesen, dass das „herrlich gelegene neue Stadion, Dank der Initiative verantwortungsfreudiger Männer entstand und der Wolfacher, ja gesamten Schwarzwälder Jugend zum Segen gereichen soll …  es ist ein Ereignis von weittragender Bedeutung, das sich da abrollt, ein glückverheißender Start für lange Jahrzehnte Wolfacher Sportgeschichte, auf den man sich freuen kann und stolz sein darf…“

 

Zur Einweihung kamen neben Heinz Fütterer, dem legendären und damals besten Deutschen Sprinter, auch die Fußballteams von Fortuna Düsseldorf und den Stuttgarter Kickers zum Eröffnungsspiel ins Stadion. Im Tor der Düsseldorfer Fortunen stand kein Geringerer als Toni Turek, der ein Jahr später 1954 in Bern durch Radiokommentator Herbert Zimmermann zum „Fußballgott“ erhoben wurde und den legendären Deutschen WM Sieg gegen die als unbezwingbar beschriebenen Ungarn fest hielt. Sage und schreibe 9000 Zuschauer sahen den 4:2 Sieg der Stuttgarter Kickers gegen Fortuna Düsseldorf im neuen Wolfacher Stadion, das bis heute die Heimat des FC 1920 Wolfach stellt.

 

 

 

Auch der FC Wolfach profitierte ein „kleines Stück“ vom 1. deutschen WM Titel.

„Das Wunder von Bern“, die Geschichte und der Kinofilm sind bei jedem Fußballfan bis heute omnipräsent. Genauso spannend und erzählenswert ist aus Wolfacher Sicht der Besuch von Altbundestrainer Sepp Herberger anlässlich des 50 jährigen Vereinsjubiläums.

 

„…unter den Klängen festlicher Marschmusik zog am Sonntagabend der Ehrengast der Kreisstadt, Altbundestrainer Sepp Herberger winkend und glückstrahlend in das Festzelt auf dem neuen Wolfacher Festplatz ein, wo ihm von allen Seiten ein begeisterter Beifall entgegenbrandete.

Das hatte Wolfach wohl noch nie erlebt, einen solchen Jubel, eine solche herzliche Begeisterung für einen prominenten Gast…“ lauteten die ersten Sätze in der Zeitungsausgabe von 1970.

 

Während dem damaligen FC Vorsitzenden Siegbert Reiser „ein origineller Lapsus“ unterlief, indem er Sepp Herberger versehentlich mit Altbundeskanzler anredete, schwärmte Herberger anschlie­ßend in seiner „bekannt gelassenen Art“ von Wolfach: „Ich kann ihnen sagen, dass Wolfach in meinem Kalender dick eingetragen ist und ich wieder zurückkommen werde und sei es auf Umwegen“. Die Lobeshymne des geschätzten Ehrengastes quittierte das Publikum mit tosendem Beifall. Am Nachmittag hatte der besondere Gast das Spiel der Kreisauswahl Wolfach gegen den

FC 04 Singen betrachtet.

 

Der geniale Schachzug den Fußballlehrer nach Wolfach zu holen, war FC Vorstand Siegbert Reiser gelungen. Er bat in zwei Schreiben an Jacob Faißt (ehemaliger aktiver Spieler des FC Wolfach) und Direktor der Rüchling-Werke in Ludwigshafen, sowie an Oberregierungsdirektor Max Hämmerle (gebürtiger Wolfacher) und damaliger Sportdezernent im Regierungspräsidium Karlsruhe, Sepp Herberger zu einem Besuch in Wolfach zu veranlassen.

 

Geglaubt hatte an den Besuch, außer dem Verhandlungsgenie Siegbert Reiser, niemand, wie aus alten Berichten hervorgeht. Stattdessen hatte die Einladung bei manchem nur Kopfschütteln hervorgerufen. Doch Siegbert Reisers Rechnung ging voll auf - Sepp Herberger kam mit Gattin für einen ganzen Tag nach Wolfach. Der 1. deutsche Weltmeistertrainer trug sich ins goldene Buch der Stadt ein, besuchte das Hauptspiel im Stadion und erfüllte zahlreiche Autogrammwünsche. Später nahm er das Festmahl im ehemaligen FC Vereinslokal, im „Adler“ an der Stadtbrücke zusammen mit den FC Ehrengästen, den Mannschaften des Fußballspiels und den FC Vereinsvorständen ein.

 

Unvergessen für einige Zeitzeugen bleibt aber Herbergers Übergabe seiner goldenen Manschetten­knöpfe mit dem Emblem des Fußballweltmeister-Pokals an den damaligen Wolfacher Bürgermeister Arthur Martin. Die wertvollen Schmuckstücke wurden ihm nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz geschenkt.

 

Sepp Herberger hatte sie mit dem Wunsch überreicht, „sie eines Tages dem Vereinsmitglied zu überreichen, das sich durch sein Engagement und seinen selbstlosen Einsatz über einen langen Zeitraum hinweg besondere Verdienste um den FC Wolfach erworben hat….“

 

Der Rest der Geschichte liest sich wie im Märchen! Als unvergessener und emotionaler Moment bekam  Karl Lickert die Manschettenknöpfe zum 75-jährigen Vereinsjubiläum überreicht. Bis heute dient das FC Wolfach Ehrenmitglied seinem Fußballclub und ist regelmäßiger Zuschauer seiner „Blauweißen“ bei nahezu jedem Heimspiel.

 

 

1. Vorsitzende:

 

Wilhelm Freithaler,  1920-1921

Rudolf Blattner,  1921-1923

Karls Stöhr,   1923-1926

Rudolf Blattner,  1926-1933

Ludwig Hess,   1933-1933

Eugen Rohm,   1933-1938

August Heneka, 1938-1942

Erwin Engler,  1946-1947

Adolf Bächle,   1947-1950

Otto Haberer,   1950-1952

Hans Krausbeck,  1952-1952

Kurt Trautwein,  1952-1955

Emil Hermann,  1955-1958

Franz Faist,   1958-1958

Rudi Lang,   1958-1959

Emil Hermann,  1959-1961

Dr. Hans Lampl,  1961-1962

Walter Gutmann,  1962-1964

Siegbert Reiser, 1964-1966

Erwin Engler,  1966-1968

Siegbert Reiser,  1968-1974

Rudolf Neef,   1974-1982

Robert Würtz,   1982-1990

Wolf-Dieter Metzler,  1990-1994

Heiko Kett,  1994- 2000

Ralf Würtz,    2000-2005

Jürgen Müller,  2005-2006

Josef Heizmann,  2006-2012

Bernd Armbruster,  2012-2013

Peter Buchholz,  2013-heute

 

 

2. Vorsitzende:

 

Rudolf Blattner,  1920-1921

Fritz Sartory,  1921-1921

Albert Sandfuchs,  1921-1922

Albert Neef,  1923-1926

Rudolf Blattner,  1926-1928

Karls Stöhr,   1928-1931

Otto Joos,   1931-1932

August Heneka,  1932-1933

Rudolf Blattner,  1933-1933

Albert Sandfuchs,  1933-1935

Josef Boser,   1935-1936

Josef Sauer,   1936-1937

Erwin Wickersheimer, 1937-1938

Richard Rohm,  1938-1941

Erwin Engler,  1942-1942

Josef Schmider,  1947-1948

Erwin Zuckschwerdt, 1948-1950

Kurt Trautwein,  1950-1952

Fritz Wolf,   1952-1952

Kurt Mengerle,  1952-1954

Emil Hermann,  1954-1956

Franz Faist,  1956-1959

Otmar Bürstner,  1959-1962

Kurt Heinz,   1962-1964

Erich Steinhauser,  1964-1966

Erwin Engler,  1966-1968

Rudolf Neef,  1968-1974

Arthur Bächle,  1974-1980

Rolf Metzler,   1981-1982

Werner Wiegand,  1982-1990

Hans Heizmann,  1990-1992

Bernhard Schmid,  1992-1994

Bernhard Harter,  1994-2000

Jürgen Müller,   2000-2010

Kai Backeler, 2010-2011

Joe Schulschenk,  2012-2012

Nicht besetzt,  2012-2013

Roland Bächle,  2013-heute

 

 

 

 

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Telefon 07729 91082

 

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